Zu Gast bei Reingard Kirkhouse in der Notkirche Duisburg -Duissern

Sieben Mitglieder der RG Moers machten sich auf den Weg über den Rhein; neugierig auf den Vortrag von Dr. Lorrain. Das Thema:“ Parkinson- wie geht es weiter? versprach Hoffnung auf eine Pille ohne Nebenwirkung, eine THS ohne Komplikationen- kurz gesagt Stillstand oder Heilung dieser Krankheit.

 Mitnichten!

 Schon in seinen ersten Sätzen machte uns Dr. Lorrain ohne Beschönigungen deutlich, dass Parkinson nicht heilbar ist. Nicht mal ein hoffnungsvolles „ noch“ fügte er ein.

Ein kurzer geschichtlicher Abriss durch die Geschichte der Parkinson-Medikation ließ uns ahnen, um wie vieles schrecklicher die Betroffenen noch zu Ende des letzten Jahrhunderts leiden mussten. Die letzten Jahre ihres Lebens lagen sie steif in ihren Betten und warteten bewegungsunfähig auf ihren Tod.

Erst die Entdeckung des fehlenden Dopamin als Verursacher all unserer Beschwerden ließ die Hoffnung auf Erleichterung wachsen und zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Mit der Verfeinerung und Verbesserung der Medikamente entwickelten Forschungsteams die Apomorphinpumpe, die dem Patienten durch eine Öffnung in der Bauchdecke ständig Dopamin zuführt. In Kürze wird eine Weiterentwicklung der Apomorphinpumpe auf den Markt kommen, die die Wirkstoffe subkutan abgeben. Für die kurzfristige Gabe Dopamin eignet sich der Pen, der wie eine Diabetesspritze gehandhabt wird.

Große Hoffnung setzten die Forscher in den Labors auf die Stammzellentherapie, die jedoch nach viel versprechenden anfänglichen Versuchen eingestellt wurde.

Neue Hoffnung setzen Ärzte und Patienten nun in die Transplantation von embryonalen Schweineeizellen, die in einem Geflecht von Nervenzellen dem Gehirn eingepflanzt werden und Dopamin erzeugen können.

 Zur optimalen Einstellung empfiehlt Dr. Lorrain den Einsatz der Videokamera. Der Arzt sieht von seinem Standort , welche Medikamente der Patient gerade jetzt braucht. Durch den direkten Kontakt wird der Patient optimal versorgt.

Zum Schluss gab uns Dr. Lorrain noch 2 Tipps mit auf den Weg:

Damit Medikamente schneller wirken sollten sie mit Sprudel eingenommen werden.

Jeder Parkinsonbetroffene, der ein L-Dopapräparat zu sich nimmt gilt als behindert, da er ohne dieses Präparat eingeschränkt ist.